Workshop der Forschergruppe zum Ökumenischen Rat der Kirchen

Auf einem internen Workshop im Studienhaus Schönwag hat sich die Forschergruppe vom 15. Bis 17. Mai eingehend mit dem Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) in den 1970er und 1980er Jahren beschäftigt. Die Arbeit des ÖRK zu Themen wie Frieden, Gerechtigkeit oder die Bewahrung der Schöpfung fand großen Widerhall im bundesdeutschen Protestantismus. Ein Einfluss der weltweiten ökumenischen Bewegung auf Deutschland zeigte sich aber auch pointiert in persönlicher Spiritualität und neuen liturgischen Impulsen, ebenso wie in gelebter internationaler Partnerschaft und einer verstärkten individuellen Partizipation.

Genauer beleuchtet wurden auf dem Workshop die Entwicklung des ÖRK, das Anti-Rassismus-Programm des ÖRK, die Theologie der Revolution und der Konziliare Prozess. Dabei wurden vor allem die Verbindungen mit den einzelnen Teilprojekten der Forschergruppe herausgearbeitet. Nicht nur inhaltliche, auch personelle und strukturelle Verflechtungen ließen sich dabei feststellen. Besondere Bedeutung hatte der ÖRK als ein weltweites ökumenisches Netzwerk unter anderem für die Veränderungen in protestantischen Kommunikations- und Argumentationsformen und als Ort des Austausches von protestantischen Akteuren in Ost- und Westdeutschland.

Zum nächsten großen Workshop werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Projektleitenden im Oktober 2017 zusammenkommen. Im Mittelpunkt werden dabei die kommunikativen Knotenpunkte des bundesdeutschen Protestantismus stehen.