"Damit wir klug werden"

Podiumsdiskussion unter anderem mit Claudia Lepp und Andreas Busch auf dem DEKT 2015

Unter diesem Motto fand Anfang Juni der 35. Deutsche Evangelische Kirchentag in Stuttgart statt, dessen Veranstaltungen auch durch mehrere Mitglieder der Forschergruppe aktiv mitgestaltet wurden.

Unter dem Titel „Fromm und politisch! Eine Bewegung breitet sich aus.“ stand eine Podiumsdiskussion über die Entstehungszeit der Kirchentagsbewegung im Umfeld der deutschen Nachkriegsgesellschaft, in die der Göttinger Historiker Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Rudolf von Thadden – als Sohn des Kirchentagsinitiators Reinhold von Thadden-Trieglaff – mit einer Vielzahl an Erinnerungen einführte. Prof. Dr. Andreas Busch aus Göttingen und Prof. Dr. Claudia Lepp aus München, beide Projektleiter der DFG-Forschergruppe, steuerten mit ihren Impulsvorträgen zum politischen und gesellschaftlichen Umfeld der frühen 1950er-Jahre wichtige Einblicke in die spezifischen Bedingungen dieser Zeit bei.

Zu der Diskussion „...in internationalen Konflikten. Zur öffentlichen Verantwortung der Kirchen“, im Rahmen der Hauptpodienreihe „Schuld und Versöhnung“ konnte mit Prof. Dr. Reiner Anselm aus München der stllv. Sprecher der DFG-Forschergruppe mit seinem Vortrag zum „Zusammenhang von Tun und Schuld“ einen wichtigen ethischen Impuls geben.

Im Rahmen der „Interreligiös-theologischen Basisfakultät der Frauen“ hat auch Sarah Jäger aus München als Anwältin des Publikums während der Veranstaltung des Themas „Die darf das! – Frauen lesen Texte“ aktiv teilgenommen.

Unter der Fragestellung „Letzte Zuflucht Kirchenasyl?“ befasste sich zudem der Göttinger Prof. Dr. Hans Michael Heinig, ebenfalls Projektleiter der DFG-Forschergruppe, u. a. zusammen mit Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière MdB und der Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90/ Die Grünen im Deutschen Bundestag, Katrin Göring-Eckhardt MdB, mit einer hoch aktuellen politischen Frage.

Zu einer weiteren Veranstaltung zur Frage „Religion: Öffentlich oder privat?“ u. a. zusammen mit dem Ministerpräsidenten Baden-Württembergs, Winfried Kretschmann MdL, konnte Prof. Dr. Hans Michael Heinig ebenfalls einen wichtigen Impuls aus seiner Expertise als Verfassungs- und Kirchenrechtler beitragen.